Merino-Wolle
Eine einzigartige Naturfaser - weich und nicht kratzend
Der größte Teil der Merinoschafe lebt in Australien, Neuseeland, Südamerika und Südafrika. Die Schafe können höchstens zwei Mal jährlich geschoren werden. Bei der Herkunft der Wolle ist auch der Tierschutz ein wichtiger Aspekt, der beachtet werden muss. Vor allem von australischen Landwirten wird das schmerzhafte Mulesing-Verfahren immer noch angewandt. Dabei wird das Einnisten von Fliegenlarven durch die Entfernung von überschüssiger Haut am Hinterteil verhindert.
Alle Rellana-Garne, die Merinowolle enthalten, sind mulesingfrei hergestellt. Dies ist ein wichtiger Aspekt zur Nachhaltigkeit und des Tierschutzes. Als Merinowolle wird die hochwertige Schurwolle vom Merinoschaf bezeichnet. Das Fell des Merinoschafs besteht aus leichten, dünnen Haaren und hält extremen Temperaturschwankungen stand. Im Gegensatz zu gewöhnlicher Schafwolle sind die Merinofasern viel feiner und nur halb so dick. Die Merinofasern bewegen sich im Bereich zwischen 16,5 und 24 micron. Zum Vergleich: Menschliches Haar ist ca. 30 bis 80 micron dick. Materialien fühlen sich kratzend an, wenn dickere Fasern auf die Haut treffen und sich bei der Berührung nicht krümmen. Die menschliche Empfindlichkeit liegt bei 25 micron – deshalb kratzt normale Wolle, wohingegen sich Merinowolle angenehm weich anfühlt.
Merinowolle bietet von Natur aus viele Vorteile: sie kratzt nicht, ist atmungsaktiv, temperaturregulierend – kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Sie bildet keine unangenehmen Gerüche, speichert Feuchtigkeit, ohne sich feucht anzufühlen und transportiert Feuchtigkeit nach außen. Diese nachhaltige Faser knittert nicht, ist schwer entflammbar, hat einen natürlichen UV-Schutz und ist biologisch abbaubar.